Wenn es im Hühnerstall zu laut ist...

🍫 Pralinchen: Der Mann, der den Hühnerstall verließ

Es war einer dieser Abende, an denen die Stadt noch warm war vom Brücken Tag,  
und der Mann, der sonst Räume beruhigt wie ein Sommerregen,  
trat in eine Bar, die heute klang wie ein Hühnerstall im Alarmmodus.

Er wollte nur Tee.  
Ein einfaches Ritual, ein kleiner Kompass.  
Doch die Münzen in seiner Hand sagten:  
„Heute nicht.“

Und so stand er da,  
zwischen Gegacker, grellen Stimmen und einer Luft,  
die sich anfühlte wie ein Raum voller Rauch,  
in dem man zwar atmen kann,  
aber nicht atmen will.

Er sah sich nicht um.  
Er suchte keinen Blick.  
Er fand keinen echten Platz.  
Denn Er suchte keinen Kampf.

Er nickte dem Chef zu,  
sagte mit ruhiger Stimme,  
dass er morgen wieder da sei,  
und verließ den Raum so überaus leise,  
dass selbst die Hühner es nicht bemerkten.

Draußen war die Luft klarer.  
Der Bismarckplatz stiller.  
Die Nacht ehrlicher.
2 Boys setzten sich zu ihm und genossen den Frieden...

Und während irgendwo in der Bar  
Camilla wieder ihre Flügel wie irre schlug  
und die Welt in grellen Tönen kommentierte,  
saß der Mann draußen,  
trank keinen Tee sondern n Flachmann,  
und gewann trotzdem.

Denn manchmal ist der größte Sieg  
nicht der Kampf,  
sondern das Nicht‑Kämpfen.
Denn Friede und Wohlbehagen gibt's auch gratis.

Und manchmal ist der eleganteste Abgang  
ein Schritt zurück  
in die Nacht,  
die einen nicht braucht,  
aber respektiert.

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